Mittwoch, 2. Mai 2012

Easy Life in Nordlaos

Wir schwitzen gerade in der Mittagshitze von Udomxay, Verkehrsknotenpunkt im Norden von Laos ohne viel Charme. Unseren Anschlussbus zu unserem naechsten  Ziel Muang Khuang haben wir knapp verpasst weil wir erst fruehstuecken gegangen sind. Die gute Nudelsuppe war die drei Stunden Wartezeit jetzt aber auf jeden Fall wert.
Nun, was ist seit dem letzten Eintrag passiert? Wir sind von Pai zur Laos-Thai Grenze getrampt, uns dabei aber leicht verschaetzt und so wurde aus dem eintaegigen ein zweitaegiger Trip und das Geld, dass wir beim Trampen gespart haben, gleich wieder in eine ueberdurchschnittlich teure, aber zu diesem Zeitpunkt einzig verfuegbare Unterkunft investiert. Eine Minibar hat man ja auch nicht alle Tage, auch wenn wir uns den Schnaps trotzdem im Kiosk nebenan besorgt haben. Vladi hat so sein Visa auch noch um einen Tag ueberschritten, doch da der Stempel undeutlich war ist er um die Strafgebuehr noch einmal herumgekommen.
Weiter ging es dann nach Luang Nam Tha, nachdem uns ein Sammeltaxi erst zum Busbahnhof, ca 15 Minuten ausserhalb gefahren hat. Das scheint hier beliebte Praxis zu sein. Auch die Zielhaltestelle war 11km von dem eigentlichen Ort entfernt. Vermutlich eine Massnahme um ein paar ansonsten arbeitslosen Taxifahrern eine Beschaeftigung zu geben.
In Luang Nam Tha haben wir uns einen Roller gemietet und haben einen Ausflug nach Muang Sing, an der Grenze zu China, gemacht. Der Weg fuehrte durch einige Bergdoerfer, deren Einwohner uns staendig Gras und Opium angeboten haben, zu Kursen von denen sie am Kotti nur traeumen koennen. Natuerlich konnten wir da... AAh da faehrt unser Bus ja endlich los. Mit einer Stunde Verspaetung geht es durch die Berge, und irgendwie scheint hier alles ein bisschen saftiger als zuvor. Wir passieren Waelder aus Riesenfarnen, durchwachsen von Bananenbaeumen, die hier wie Unkraut wachsen und ein paar brennende Felder bevor wir in Muang Khuang ankommen. Oder besser: am Busbahnhof, einige Kilometer ausserhalb. Hier bleiben wir nun erstmal und lassen die Seele baumeln, bis wir ein gutes Angebot fuer die Bootsfahrt den Nam Ou hinunter, ergattern koennen. So lange: Liebe Gruesse von Vladi und Ruben...


 




 Grosse Baeume...


..., kleine Menschen.



 Da gehn sie hin, die Steuergelder...


Freitag, 27. April 2012

Peters Farm

Zwei Wochen sind vergangen seit dem letzten Eintrag, was zum einen daran liegt, dass ich gar keine Lust habe viel ins Internet zu gehen, zum Anderen daran, dass wir die letzte Woche im tiefsten Dschungel verbracht haben, fernab von zivilisatorischen Errungenschaften wie Stom, fliessend Wasser oder gar Internet. Besucht haben wir dort Peter, der hier Herr ueber einige Hektar Land, ein Stueckchen Fluss und eine Handvoll Holzhuetten ist. Staendige Bewohner sind ausserdem noch Aluna und jede Menge Tiere. Neben den 3 Hunden und Katzen, sind auch noch Geckos, Grillen und jede Menge Ameisen ein und ausgegangen. So kam es, dass es hier gar nicht so leise war. Vom Laermpegel her haetten wir genausogut in der Innenstadt Bangkoks uebernachten koennen. Doch wieviel angenehmer ist die Mischung aus Grillenkonzerten und dem Schwappen des Wasserrades unten am Fluss, die uns jede Nacht langsam in den Schlaf wiegte. Ganz allgemein war hier alles sehr viel langsamer als man es gewohnt ist. Zwar mussten wir natuerlich, um alles am Laufen zu halten, gewisse Arbeiten erledigt werden, wie Feuerholz suchen, Kochen oder Bananenstauden schneiden. Gearbeitet wurde aber nur wenn man sich gerade so fuehlte. Zwang gab es keinen. Genau das ist auch die Philosophie von Peter: "Enjoy everything you do!". Ein Beweis wie weisse dieser Mann ist. Auf Fragen pflegt er erst einige Zeit zu schweigen um dann entweder mit einer unglaublich geistreichen und kryptischen Antwort oder gar einer Gegenfrage zu antworten. Doch nicht nur einen Teil dieser Ruhe und Weissheit nehmen wir mit von dieser Woche. Wir haben auch noch gelernt wie man Bananenbaume pflegt, wie man Papayas erntet und wie man eigenen Kaese macht. Gerne waeren wir noch laenger geblieben, aber da Vladis Visa morgen auslaeuft, werden wir uns nun auf die Reise nach Laos machen. Uebrigens wieder mal per Anhalter unterwegs, was hier meistens auf der Ladeflaeche von Pick-Ups heisst. Vielleicht nicht die sicherste, aber angesichts des Klimas eine sehr angenehme Art zu reisen.








Aluna beim Zubereiten eines Topfs hausgemachtem Weizenkaffee.


Allmorgendlicher Ausblick.


 Lassen nichts anbrennen: Arbeiter auf Peters Farm.



Peter beim Reparieren des Wasserrades, das fuer die Bewaesserung der Pflanzen sorgt.




Sowohl Kueche als auch Experimentierlabor. Eigener Schnaps, Kaese und bald sogar Bier wird hier hergestellt.



Samstag, 14. April 2012

Oh man

Keine Ahnung wie ich das hingekriegt hab, aber gestern habe ich meinen Flug nach Bankok verpasst. Irgendwie die Zeit leicht überschätzt und als es noch 2 Stunden bis zum Start waren, noch gemütlich mit der Freundin essen gegangen. Der Bus zum Flughafen hat dann leider auch wieder ein bisschen länger gebraucht als ich es in Erinnerung hatte und so kam es dass ich dort um 19:50 ankam, bei einem planmäßigen Start um 20:05! Die netten Frauen am Check in konnten mir nur noch anbieten mein Ticket auf morgen zu verlegen, was sie sich natürlich ordentlich entgelten lassen. Naja immer noch besser als ein neues Ticket zu kaufen. Jetzt hab ich jedenfalls Zeit für ein weiteres Blog Update, da ich mnit Japan ja gerade erst angefangen habe...

Diesmal mit ein paar Bildern aus der Zeit in und um Kyoto. Die Bilder zeigen hauptsächlich die Torii der Fushimi Inari und Kurama. Torii sind traditionelle japanische Tore, die normalerweise den Eingang zu einem Shinto-Schrein markieren. In Kyoto, rund um den Fushimi Inari Taischa Schrein führt ein kilometerlanger Torii-Allee den Berg hoch. Diese Torii sind alle von Firmen oder Privatpersonen gestiftet, die diesen dann Glück bringen sollen.
Kurama istein winziges Dorf im Norden von Kyoto. Dort gibt es einen Zauberwald mit einer Menge alter Schreine und Tempeln. Da mir die Kombi Tempel+Natur immer besonders gut gefällt, eine sehr schöne Wanderstrecke.
















Freitag, 13. April 2012

Osaka

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich Auf das Land fahren, aber weil es geregnet hat haben wir dann entschieden einen Aufenthalt in Osaka, nach Tokyo die zweitgrößte Stadt Japans, einzuschieben. Dort haben wir das erste mal entdeckt wie einfach es ist in Japan beim Zugfahren viel Geld zu sparen, werd das hier jetzt nicht ausbreiten aber es hat uns sehr geholfen  über die Runden zu kommen. In Osaka gibt es ein Viertel, "Tennoji", das vor allem für die vielen Obdachlosen bekannt ist, was auch heisst dass dort alles billiger ist. Da ich an sich nichts gegen die Gesellschaft von Obdachlosen hab und die in Japan auch ganz anders drauf sind, haben wir uns dort einquartiert. Unser erste Hotel hat 1000 Yen pro Nacht und Nase gekostet, also umgerechnet 10 Euro was für Japan wirklich unglaublich billig ist, in Tokyo zahlt man selbst im billigsten Backpackerhotel für ein Dormroom-Bett noch 30€ aufwärts. Naja wir haben dann auch schnell gemerkt, warum: Unser "Doppelzimmer" war gerade groß genug für ein Futon, da bringt es auch nciht viel wenn zwei vorhanden waren und der obligatorische Fernseher unbrauchbar. Der größte Witz war die Dusche. Mit einem netten Schild an dem einzigen Duschraum wird man darüber informiert dass die Dusche nur von 17-22 Uhr benutzbar ist und für Frauen sogar nur von 17-18 Uhr. Das war selbst für uns zuviel und wir haben dann am nächsten Tag ein besseres Hotel gefunden. Auch hier hatte man allerdings den Eindruck, dass die meisten der Insassen hier nicht nur auf der Durchreise sind sondern richtig wohnen, am Eingang informierte ein dickes Schild auch über die Monatmiete für ein Zimmer. Das scheint für viele Leute wohl eine richtige Alternative zu sein, falls man sich die Miete für eine "richtige" Wohnung nicht mehr leisten kann. Wohl so noch eine Stufe über dem "Cyberhomeless" ;)


 Solche Stehimbisse gibt es vor allem in den günstigeren Vierteln viele. Erst kauft man sich eine Nummer am Automaten, gibt sie drinnen dem Koch der dann schon dein Essen fertig hat und in 5 Minuten verlässt man das Etablissement mit (halb-)vollem Magen. In Japan, wo sowohl Platz als auch Zeit knapp sind, eine beliebte Einrichtung. Und gerade noch erschwinglich.




Gab es hier an jeder Ecke: Eine Menge gefüllter Wasserflaschen. Unsere Theorie war dass im Falle einer erneuten Katastrophe jeder mit sauberem Trinkwasser versorgt ist, aber sicher bin ich mir nicht. Weiss einer meiner getreuen LeserInnen da mehr?


 Vermutlcih das Land mit der größten Automatendichte. Die Munkeleien von der gebrauchten Unterwäsche aus dem Automaten, haben wir aber leider nicht bestätigt gefunden (Jedenfalls sind wir über keinen gestolpert)


 Klar, kranker Pr0n...



...schlechtes Englisch...


 und coole Kopfbedeckungen dürfen natürlich nicht fehlen.