Freitag, 27. April 2012

Peters Farm

Zwei Wochen sind vergangen seit dem letzten Eintrag, was zum einen daran liegt, dass ich gar keine Lust habe viel ins Internet zu gehen, zum Anderen daran, dass wir die letzte Woche im tiefsten Dschungel verbracht haben, fernab von zivilisatorischen Errungenschaften wie Stom, fliessend Wasser oder gar Internet. Besucht haben wir dort Peter, der hier Herr ueber einige Hektar Land, ein Stueckchen Fluss und eine Handvoll Holzhuetten ist. Staendige Bewohner sind ausserdem noch Aluna und jede Menge Tiere. Neben den 3 Hunden und Katzen, sind auch noch Geckos, Grillen und jede Menge Ameisen ein und ausgegangen. So kam es, dass es hier gar nicht so leise war. Vom Laermpegel her haetten wir genausogut in der Innenstadt Bangkoks uebernachten koennen. Doch wieviel angenehmer ist die Mischung aus Grillenkonzerten und dem Schwappen des Wasserrades unten am Fluss, die uns jede Nacht langsam in den Schlaf wiegte. Ganz allgemein war hier alles sehr viel langsamer als man es gewohnt ist. Zwar mussten wir natuerlich, um alles am Laufen zu halten, gewisse Arbeiten erledigt werden, wie Feuerholz suchen, Kochen oder Bananenstauden schneiden. Gearbeitet wurde aber nur wenn man sich gerade so fuehlte. Zwang gab es keinen. Genau das ist auch die Philosophie von Peter: "Enjoy everything you do!". Ein Beweis wie weisse dieser Mann ist. Auf Fragen pflegt er erst einige Zeit zu schweigen um dann entweder mit einer unglaublich geistreichen und kryptischen Antwort oder gar einer Gegenfrage zu antworten. Doch nicht nur einen Teil dieser Ruhe und Weissheit nehmen wir mit von dieser Woche. Wir haben auch noch gelernt wie man Bananenbaume pflegt, wie man Papayas erntet und wie man eigenen Kaese macht. Gerne waeren wir noch laenger geblieben, aber da Vladis Visa morgen auslaeuft, werden wir uns nun auf die Reise nach Laos machen. Uebrigens wieder mal per Anhalter unterwegs, was hier meistens auf der Ladeflaeche von Pick-Ups heisst. Vielleicht nicht die sicherste, aber angesichts des Klimas eine sehr angenehme Art zu reisen.








Aluna beim Zubereiten eines Topfs hausgemachtem Weizenkaffee.


Allmorgendlicher Ausblick.


 Lassen nichts anbrennen: Arbeiter auf Peters Farm.



Peter beim Reparieren des Wasserrades, das fuer die Bewaesserung der Pflanzen sorgt.




Sowohl Kueche als auch Experimentierlabor. Eigener Schnaps, Kaese und bald sogar Bier wird hier hergestellt.



Samstag, 14. April 2012

Oh man

Keine Ahnung wie ich das hingekriegt hab, aber gestern habe ich meinen Flug nach Bankok verpasst. Irgendwie die Zeit leicht überschätzt und als es noch 2 Stunden bis zum Start waren, noch gemütlich mit der Freundin essen gegangen. Der Bus zum Flughafen hat dann leider auch wieder ein bisschen länger gebraucht als ich es in Erinnerung hatte und so kam es dass ich dort um 19:50 ankam, bei einem planmäßigen Start um 20:05! Die netten Frauen am Check in konnten mir nur noch anbieten mein Ticket auf morgen zu verlegen, was sie sich natürlich ordentlich entgelten lassen. Naja immer noch besser als ein neues Ticket zu kaufen. Jetzt hab ich jedenfalls Zeit für ein weiteres Blog Update, da ich mnit Japan ja gerade erst angefangen habe...

Diesmal mit ein paar Bildern aus der Zeit in und um Kyoto. Die Bilder zeigen hauptsächlich die Torii der Fushimi Inari und Kurama. Torii sind traditionelle japanische Tore, die normalerweise den Eingang zu einem Shinto-Schrein markieren. In Kyoto, rund um den Fushimi Inari Taischa Schrein führt ein kilometerlanger Torii-Allee den Berg hoch. Diese Torii sind alle von Firmen oder Privatpersonen gestiftet, die diesen dann Glück bringen sollen.
Kurama istein winziges Dorf im Norden von Kyoto. Dort gibt es einen Zauberwald mit einer Menge alter Schreine und Tempeln. Da mir die Kombi Tempel+Natur immer besonders gut gefällt, eine sehr schöne Wanderstrecke.
















Freitag, 13. April 2012

Osaka

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich Auf das Land fahren, aber weil es geregnet hat haben wir dann entschieden einen Aufenthalt in Osaka, nach Tokyo die zweitgrößte Stadt Japans, einzuschieben. Dort haben wir das erste mal entdeckt wie einfach es ist in Japan beim Zugfahren viel Geld zu sparen, werd das hier jetzt nicht ausbreiten aber es hat uns sehr geholfen  über die Runden zu kommen. In Osaka gibt es ein Viertel, "Tennoji", das vor allem für die vielen Obdachlosen bekannt ist, was auch heisst dass dort alles billiger ist. Da ich an sich nichts gegen die Gesellschaft von Obdachlosen hab und die in Japan auch ganz anders drauf sind, haben wir uns dort einquartiert. Unser erste Hotel hat 1000 Yen pro Nacht und Nase gekostet, also umgerechnet 10 Euro was für Japan wirklich unglaublich billig ist, in Tokyo zahlt man selbst im billigsten Backpackerhotel für ein Dormroom-Bett noch 30€ aufwärts. Naja wir haben dann auch schnell gemerkt, warum: Unser "Doppelzimmer" war gerade groß genug für ein Futon, da bringt es auch nciht viel wenn zwei vorhanden waren und der obligatorische Fernseher unbrauchbar. Der größte Witz war die Dusche. Mit einem netten Schild an dem einzigen Duschraum wird man darüber informiert dass die Dusche nur von 17-22 Uhr benutzbar ist und für Frauen sogar nur von 17-18 Uhr. Das war selbst für uns zuviel und wir haben dann am nächsten Tag ein besseres Hotel gefunden. Auch hier hatte man allerdings den Eindruck, dass die meisten der Insassen hier nicht nur auf der Durchreise sind sondern richtig wohnen, am Eingang informierte ein dickes Schild auch über die Monatmiete für ein Zimmer. Das scheint für viele Leute wohl eine richtige Alternative zu sein, falls man sich die Miete für eine "richtige" Wohnung nicht mehr leisten kann. Wohl so noch eine Stufe über dem "Cyberhomeless" ;)


 Solche Stehimbisse gibt es vor allem in den günstigeren Vierteln viele. Erst kauft man sich eine Nummer am Automaten, gibt sie drinnen dem Koch der dann schon dein Essen fertig hat und in 5 Minuten verlässt man das Etablissement mit (halb-)vollem Magen. In Japan, wo sowohl Platz als auch Zeit knapp sind, eine beliebte Einrichtung. Und gerade noch erschwinglich.




Gab es hier an jeder Ecke: Eine Menge gefüllter Wasserflaschen. Unsere Theorie war dass im Falle einer erneuten Katastrophe jeder mit sauberem Trinkwasser versorgt ist, aber sicher bin ich mir nicht. Weiss einer meiner getreuen LeserInnen da mehr?


 Vermutlcih das Land mit der größten Automatendichte. Die Munkeleien von der gebrauchten Unterwäsche aus dem Automaten, haben wir aber leider nicht bestätigt gefunden (Jedenfalls sind wir über keinen gestolpert)


 Klar, kranker Pr0n...



...schlechtes Englisch...


 und coole Kopfbedeckungen dürfen natürlich nicht fehlen.



Mittwoch, 11. April 2012

Urlaub vom Urlaub

Gestern bin ich aus Japan zurückgekommen, und bevor es in zwei Tagen weiter nach Südostasien geht, habe ich ein bisschen Zeit zu planen, Couchsurfer zu finden und taiwanische Luft zu schnappen, und natürlich hier ein bisschen von der Reise zu berichten.
Ja, Japan. War sehr anstrengend, haben gestritten und alles, hab nicht halb so viel gesehen wie ich eigentlich mochte und musste einige Kompromisse eingehen, ich weiss schon warum ich eigneltich viel lieber alleine reise, zumindest sollten sich die Partner vorher über den Reisestil im Klaren seien. Naja ist ja auch egal, Spass hats alles in allem trotzdem gemacht und diese zwei Wochen haben einige neue Geschichten und Bilder hervorgebracht. Lasst sie euch schmecken.






Also wie berichtet wollten wir ja wenn möglich trampen. Naja der Flughafen liegt auf einer Insel also wollen alle erstmal in die selbe Richtung, gut für uns. Nur leider nicht wirklich eine viel befahrene Straße gefunden also neben ein Parkhaus gestellt wo alle paar Minuten ein Auto vorbei fährt. Nach 15 Minuten ist dann jemand angehalten, und hat uns dann im Auto erklärt er wolle eigentlich nach Osaka, und wir wollten nach Kyoto ca. eine Stunde hinter Osaka. Wir meinten das mache nichts er könne uns einfach an einer Service Area rauslassen (sebisu eria auf japanisch, extra vorher nachgeschlagen das Wort), aber er erklärte, er müsse heute nicht arbeiten, er fahre uns einfach nach Kyoto. Naja mit einem bisschen schlechten Gewissen weil das ja eigentlich nicht der Sinn von Trampen ist, aber mit Dankbarkeit nahmen wir das Angebot an. Er hat uns sogar noch in unseren bevorzugtes Viertel gefahren, saucool. Haben uns dann in Arashiyama, Kyoto ein bisschen umgeschaut bevor wir bei unserem Couchsurfing Host eingecheckt haben. Auch wieder krass, Shoji, ca. 50 Jahre alt und Besitzer von 7 Motorrädern hat ein ganzes Haus das nur für Couchsurfer ist. Er selber wohnt wo ganz anders und schaut nur jeden Abend mal vorbei. Die ganzen Wände sind mit Dankesbekundungen vollgemalt, und immer sind verschiedene Leute auf der Durchreise.