Am nächsten Tag wollten wir eigentlich Auf das Land fahren, aber weil es geregnet hat haben wir dann entschieden einen Aufenthalt in Osaka, nach Tokyo die zweitgrößte Stadt Japans, einzuschieben. Dort haben wir das erste mal entdeckt wie einfach es ist in Japan beim Zugfahren viel Geld zu sparen, werd das hier jetzt nicht ausbreiten aber es hat uns sehr geholfen über die Runden zu kommen. In Osaka gibt es ein Viertel, "Tennoji", das vor allem für die vielen Obdachlosen bekannt ist, was auch heisst dass dort alles billiger ist. Da ich an sich nichts gegen die Gesellschaft von Obdachlosen hab und die in Japan auch ganz anders drauf sind, haben wir uns dort einquartiert. Unser erste Hotel hat 1000 Yen pro Nacht und Nase gekostet, also umgerechnet 10 Euro was für Japan wirklich unglaublich billig ist, in Tokyo zahlt man selbst im billigsten Backpackerhotel für ein Dormroom-Bett noch 30€ aufwärts. Naja wir haben dann auch schnell gemerkt, warum: Unser "Doppelzimmer" war gerade groß genug für ein Futon, da bringt es auch nciht viel wenn zwei vorhanden waren und der obligatorische Fernseher unbrauchbar. Der größte Witz war die Dusche. Mit einem netten Schild an dem einzigen Duschraum wird man darüber informiert dass die Dusche nur von 17-22 Uhr benutzbar ist und für Frauen sogar nur von 17-18 Uhr. Das war selbst für uns zuviel und wir haben dann am nächsten Tag ein besseres Hotel gefunden. Auch hier hatte man allerdings den Eindruck, dass die meisten der Insassen hier nicht nur auf der Durchreise sind sondern richtig wohnen, am Eingang informierte ein dickes Schild auch über die Monatmiete für ein Zimmer. Das scheint für viele Leute wohl eine richtige Alternative zu sein, falls man sich die Miete für eine "richtige" Wohnung nicht mehr leisten kann. Wohl so noch eine Stufe über dem "Cyberhomeless" ;)
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Solche Stehimbisse gibt es vor allem in den günstigeren Vierteln viele. Erst kauft man sich eine Nummer am Automaten, gibt sie drinnen dem Koch der dann schon dein Essen fertig hat und in 5 Minuten verlässt man das Etablissement mit (halb-)vollem Magen. In Japan, wo sowohl Platz als auch Zeit knapp sind, eine beliebte Einrichtung. Und gerade noch erschwinglich.
Gab es hier an jeder Ecke: Eine Menge gefüllter Wasserflaschen. Unsere Theorie war dass im Falle einer erneuten Katastrophe jeder mit sauberem Trinkwasser versorgt ist, aber sicher bin ich mir nicht. Weiss einer meiner getreuen LeserInnen da mehr?
Vermutlcih das Land mit der größten Automatendichte. Die Munkeleien von der gebrauchten Unterwäsche aus dem Automaten, haben wir aber leider nicht bestätigt gefunden (Jedenfalls sind wir über keinen gestolpert)
Klar, kranker Pr0n...
...schlechtes Englisch...
und coole Kopfbedeckungen dürfen natürlich nicht fehlen.