Samstag, 17. Dezember 2011

Freizeitpark

Am Rande von Taipei, gibt es so einen alten, seit 30 Jahren verlassenen Freizeitpark. Sozusagen Spreepark (war selber nie dort haha) in sehr bergig und ein bisschen mehr Dschungel. Wir mussten ständig steile Treppen steigen, kein Wunder dass der Park zugemacht hat. Ansonsten ein interessanter Ort. Leider sind mir nur eine Handvoll andständige Bilder gelungen, hatte ständig mit meinen Einstellungen und dem Regen zu kämpfen...










"Bitte beim Eintreten Schuhe ausziehen."




Samstag, 10. Dezember 2011

Chinesische Burg

Wenn ich etwas Negatives für Taiwan benennen müsste, wäre das Nachtleben auf jeden Fall euf einem der ersten Plätze. Wirklich heisse Parties sind schon rar gesäht und es fällt nicht schwer an vielen Wochenenden die Entscheidung zu fällen, doch lieber zuhause zu bleiben. Es gibt dann aber so Tage die das ganze wieder wettmachen.Gestern war wieder so ein Tag. Zuerst war in unserem Stammclub "Revolver" (Der einzige Club der wirklich regelmäßig akzeptable Partys schmeisst) eine kleine Party die mit Deep-House angefangen hat und mit Noise-Speedcore-Geschredder geendet hat. Musikalisch auf jeden Fall erste Sahne. Um 3 war dann aber auch schon Schluss und wir wollten dann noch zu so einem Typ der irgendwie auf einer Burg in den Bergen haust und dort ab und zu mal kleine Goa-Parties schmeisst. Eigentlich wollten wir da nur zu dritt hin aber irgendwie waren wir am Ende dann 25 Leute, die sich dann in 4 Taxis gequetscht auf den Weg gemacht haben. Der Besitzer hat dort angekommen, dann noch unser Taxi gezahlt(war immerhin eine halbstündige Fahrt) auch lässig, und hat dann auch große Augen gemacht als nochmal drei den Berg hochkamen. Jetzt mal zu der Location. Ich glaube die erste Stunde sind wir einfach nur rumgelaufen und sind aus dem Staunen nicht mehr rausgekommen. Der Typ wohnt da ganz allein auf drei Stockwerken und auf einer Grundfläche mit den Ausmaßen der großen Tanzfläche im Berghain. Alles ist irgendwie vollgestopft mit so alter chinesischer Kunst. Einbäume an den Wänden, 3 Meter hohe Buddhastatuen, ein riesen Ofen, alles ziemlich abgefahren.Morgens hat er dann noch das Haupttor geöffnet und die Burg mit Sonnenlicht geflutet. Hatte alles mega Stil :D Das war auf jeden Fall nicht das letzte mal dass ich dort war.


















Montag, 21. November 2011

Wulai

In der Nähe von Taipei gibt es einige sehenswerte Orte, von denen ich einige immernoch  nicht besucht habe. Eine davon ist das kleine Dörfchen Wulai, ca. eine Stunde Busfahrt vom Hauptbahnhof entfernt. Wulai ist bekannt für seine kostenlosen heissen Quellen. Heisse Quellen gibt es in Taiwan an jeder Ecke aber diese hier sind etwas besonderes, denn sie liegen direkt am kalten Fluss. Man kann also immer von scheiss heiss zu gut kalt wechseln. Will jetzt auch gar nicht groß reden und zeig einfach ein paar Bilder von dem Ausflug.
















 Ein alter General, der auf mich ungefähr 20 Minuten pausenlos in Chinesisch eingeredet hat. Quintessenz war, glaube ich, dass seine Kinder alle etwas anständiges gelernt haben und er ein stolzer Vater ist. Sein Blasrohr ist sowas wie eine Zigarettenspitze, kann aber durchaus, nun ja, auch als Blasrohr verwendet werden.

Samstag, 12. November 2011

No Nuke

Letzte Woche fand im Herzen von Taipei eine Veranstaltung mit dem Namen "No Nuke" statt, irgendetwas zwischen Party und Demo. Im Kern ging es jedenfalls gegen Atomkraft, und da auch noch ein paar gute DJs und Livebands angekündigt waren, war ich natürlich auch am Start. Als wir pünktlich um 3 zum vereinbarten Treffpunkt kommen, sehen wir erstmal niemanden und gehen noch eine Stunde spazieren gegangen. Später, bei unser Rückkehr waren dann ca. 30 Menschen dort versammelt, die noch fleißig Protestschilder gemalt oder No-Nuke-Tattoos verteilt haben. Auf der "Bühne" macht die erste Band gerade ihren Soundcheck und irgendwie kommt mir hier jedes zweite Gesicht bekannt vor. Hier gibt es irgendwie keine speziellen Szenen, jeder der irgendwie ein bisschen anders ist, sei es nun politisch oder im Musikgeschmack kennt jeden, so scheint es mir zumindest. Nachdem drei Bands ihre kurzen Auftritte abgeliefert haben, hat sich der Platz ein bisschen gefüllt und wir sind jetzt ca. 100 Leute. Zwillinge mit blau gefärbten Haaren halten eine Rede, danach eine Frau. Ihr Mikrofon funktioniert nicht und ich will sie darauf hinweisen. Mit vollem Übermut schreie ich ihr "wo bu ting"(ich nicht hören) entgegen. Wütende Blicke in meiner nächsten Umgebung sind die Folge, scheinbar habe ich etwas falsch betont. Später erfahre ich dass ich ihr gesagt habe ich will ihr Geschwätz nicht hören, so sinngemäß. Naja kann ja mal passieren, wer wird denn gleich...
Mittlerweile hat sich der Zug in Bewegung gesetzt. Irgendwie schon krass, wenn man diese Proteste mit denen in Deutschland vergleicht. Trotz Polizeibegleitung, wird nicht einmal die Straße für uns gesperrt, wir warten einfach bis gerade wenig Autos kommen und entern. Die Stimmung ist grandios. Die Musik gut. Auf dem Wagen macht sich einer nackig, mir wird gesagt dass solle irgendeinen japanischen Superhelden darstellen. Die Anwohner sind uns überwiegend freundlich gestimmt, auch wenn glaube ich kaum einer versteht worum es uns geht. Aber es ist aufjedenfall ein lustiger Haufen und eine willkommene Abwechslung. Die Leute winken uns zu wie bei einer Militärparade. Es geht durch das ganze Viertel und es werden immer mehr Menschen. Irgendwie sind wir am Ende doch an die 300 Menschen scheint es mir, immerhin. Das angepeilte Finale ist der Hauptsitz der TaiPower-Company, der staatliche Konzern der die Atomkraftwerke betreibt. 10 Polizisten bewachen das Gebäude und Captain Nackidei lässt sich hintragen und hampelt vor ih
nen rum. Nach einer Weile bekommen wir Hunger und gehen. Die Anderen haben wohl noch eine gnaze Weile dor weitergefeiert/demonstriert.