Freitag, 13. Januar 2012

Gesegnete Orangen









Während unseres Ausfluges nach Kaoshiung war wohl gerade ein wichtiges buddhistisches/taoistisches Fest, jedenfalls gab es an vielen Tempeln irgendwas besonderes. An diesem alten Tempel auf der Insel Cijin, vor Kaoshiung haben die sich richtig Mühe gegeben. Es gab ein hundert Meter langes, buntes Zelt unter dem Tisch an Tisch Opfergaben aufgestellt waren. Über dem Tempeleingang war ein riesiges Puppentheater aufgebaut, dessen Puppen in Lebensgröße irgendwie elektronisch betrieben wurden. Und davor war eine Bühne aufgebaut, auf der eine Handvoll Priester den gnazen Tag über Rituale abhielten. Sprechgeänge in taiwanisch die teilweise ziemlich cool klangen, fast wie bei einem Rapbattle oder diese MCs bei Drum'n'Bass Parties. Im Publikum hatten alle irgendwelche Kartons oder Schüsseln in der Hand und wir dachten uns schon obs da was umsonst gibt. Wir haben dann ein paar Fotos gemacht und plötzlich gabs hinter mir ein Gerangel und ein alter Mann lag auf dem Boden und hat rumgeschriehen. Ich dachte es gäb eine Schlägerei oder sowas, aber das hat sich dann schnell wieder aufgelöst. Trotzdem war die Atmosphäre weiter seltsam angespannt.  Ich hab dann auch entdeckt warum: Die Priester haben zwischen ihren Ritualen wohl angefangen gesegnete Orangen, oder andere Dinge, aber auch "gesegnetes Geld" in die Menge zu werfen, auf die sich die Menge dann blitzschnell gestürzt hat. Dafür auch die ganzen Behälter. Lustige Tradition.

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